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2. Konstanz Interactive Crisis Simulation

Dezember 21, 2013

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Gibt es eine Lösung im Syrien-Konflikt?

Vom 6.-8. Dezember 2013 fand an der Universität Konstanz die 2. Konstanz Interactive Crisis Simulation der Model United Nations Association Konstanz e.V. statt. 2 Tage lang haben die Delegierten über den aktuellen Konflikt in Syrien debattiert. Es wurde mit insgesamt 6 Komitees simuliert (Türkei, USA, Russland, Nationale Koalition, Syrien und die Al-Nusra Front). Mit dabei waren 43 Teilnehmer, die über das ganze Wochenende hinweg eine spannende und gelungene Simulation bestritten.
Die Konstanz Interactive Crisis Simulation (KICSim) ahmt in ihrem Prinzip die berühmten Princeton Interactive Crisis Simulation (PICSim) nach. Beide zeichnen sich dadurch aus, dass die Delegierten ständig neue Krisen durch Action Orders, Press Releases und Interaktionen mit anderen Komitees lösen müssen. Über einen Nachrichtenblog, der von einem Mastermind gesteuert wird, sind die Delegierten jederzeit über das aktuelle Geschehen informiert und müssen schnell aber gründlich auf die immer neuen Situationen und Gegebenheiten reagieren. Dabei kämpfen die Delegierten nicht nur gegen andere Komitees, sondern teilweise auch gegen Mitglieder ihres eigenen Komitees an, da diese unter Umständen andere Ziele verfolgen. Insgesamt werden die Delegierten so zu jeder Zeit herausgefordert und dabei von PICSim-erfahrenen Chairs angeleitet.
Am Freitagabend begann die KICSim mit einer Eröffnungszeremonie, bei der Hanno Degner vom Lehrstuhl Dirk Leuffen eine einführende Rede hielt. Danach wurden noch einmal die Regeln der KICSim erklärt und aufgefrischt, bevor man für den  Höhepunkt des Abends im P-Club in Konstanz zusammen kam.
Nach der gelungenen Feier ging es am Samstag von 9.30 bis 18.00 zur Sache. Die Delegierten verschwendeten keine Zeit und die Nationale Koalition, Al-Nusra und die syrische Regierung kämpfen um jeden Meter auf syrischem Boden. Im Laufe des Tages wechselten Homs und Aleppo mehrmals den Besitzer und die Truppen der drei Parteien lieferten sich heftige Gefechte. Zudem schaffte die Nationale Koalition es, sich die Kurden zum Verbündeten zu machen und für kurze Zeit gab es Frieden zwischen der National Koalition und der syrischen Regierung, der allerdings nur kurz hielt. Auch die anderen Komitees waren gut beschäftigt. Russland kämpfte gegen homosexuelle Propaganda und um ihren Status als Supermacht, was sie durch ihre Unterstützung für Assad deutlich machte. Die Türkei hatte mit Studentenprotesten und gewaltigen Infrastrukturproblemen zu kämpfen, während die Kurden auf der anderen Seite an einem eigenen Staat bastelten. Zudem verschärften sich die Konflikte zwischen der Türkei und Russlad. Für die USA gab es ebenfalls genug Beschäftigung. Neben der Schuldenkrise wolltes sie natürlich auch die Al-Nusra bekämpfen und Assad stürzen. Insgesamt haben die Delegierten großartige Arbeit geleistet und trotz aller Schwierigkeiten viele der Krisen lösen können.
Der Sonntag beinhaltete von 9.30-12.30 eine letzte Session der Simulation, in der sich die Lage in Syrien weiter zuspitze und die Delegierten mehr denn je gefordert waren, schnell und gründlich zu handeln.
Es war trotz der kurzen Zeit ein sehr aufregende Session, die viele Events und Krisen beinhaltete.

Während der nachfolgenden Abschlusszeremonie wurden „Outstanding Delegate Awards“ verliehen und die Delegierten verabschiedet.
Alles in allem war die 2. KICSim eine sehr gelungene Veranstaltung, die den Delegierten und auch den Organisatoren viel Spaß bereitet hat. Die Delegierten konnten einen sehr guten Einblick in den Ablauf einer Krisensimulation erhalten. Es boten sich viele interessante Konflikte, wie die Blockade des Bosporus, die Entführung der Frau von Bashar Al-Assad oder der Übertritt von Teilen der FSA zur Al-Nusra. Diese herausfordernden Krisen und die fantastische Art der Delegierten und Komitees mit ihnen umzugehen, haben diese KICSim zu einer Erfahrung gemacht, an die wir uns noch lange erinnern werden.

Bericht: Jan Hendrik Simon

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