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Konstanz Crisis Simulation 2012

Dezember 12, 2012

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KRISENHERD SOMALIA- IST DER “FAILED STATE“ NOCH ZU RETTEN?

Diese Frage stellten sich am Samstag den 08.Dezember 48 debattierfreudige Studenten  im Rahmen der ersten Konstanz Crisis Simulation. Diese orientierte sich an dem großen Vorbild der Princeton Interactive Crisis Simulation, an welcher Konstanzer Studenten seit einigen Jahren erfolgreich teilnehmen. Die Teilnehmer schlüpften in die Rollen der am Konflikt beteiligten Akteure und konnten so einen Einblick in die Welt der Diplomatie und politischen Prozesse gewinnen. Vertreten waren die Staaten Somalia, Eritrea, Äthopien und Kenia, sowie die islamistische Al-Shabaab und das Regionalkommando AFRICOM der US- Streitkräfte.

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Bereits im Vorfeld erhielt jeder Teilnehmer ausführliche Informationen über den Ablauf und Inhalt der bevorstehenden Simulation. So blieb einem genug Zeit sich auf seine Rolle zum Beispiel als somalischer Außenminister, kenianischer Finanzminister  oder Al-Quaida Chef vorzubereiten, um dann diese so realitätsnah und interessengetreu wie möglich in den Debatten zu vertreten.

Am Vorabend der Simulation fand eine Eröffnungszeremonie statt, in der die Teilnehmer von dem Organisatorenteam begrüßt und die formalen Abläufe der Simulation erklärt wurden.

Von 8.30 Uhr bis 19 Uhr wurden dann am Samstag die Karten am Horn Afrikas von den Studenten neu gemischt. Alle Delegierten konnten durch Überzeugungsarbeit, Action Orders oder in geheimen Treffen Standpunkte durchsetzen und so auf das Geschehen Einfluss nehmen. Während innerhalb der Komitees die Regierungsmitglieder der afrikanischen Staaten auch Diskussionen um inländische Reformen führten und dabei ihre persönlichen Interessen vertreten mussten, plante die Terrorgruppe Al-Shabaab parallel dazu Terroranschläge und Kidnapping. Hierfür mussten militärische Strategien ausgefeilt werden. Das Komitee des U.S. Militärs hatte die Möglichkeit durch Drohnenaufklärung die Versuch von Al-Shabaab bereits im Vorfeld zu verhindern.

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Der Austausch zwischen den Komitees fand hauptsächlich über einen ständig aktualisierten Nachrichtenblog statt. Die Teilnehmer waren so in der Lage jede neue Information über die prekäre, sich ständig verändernde Situation mit in ihre Entscheidungen einzubeziehen und angemessen zu reagieren. So wurde zum Beispiel veröffentlich, dass die Al-Shabaab wachsende Unterstützung  aus den kenianischen Flüchtlingscamps erhalte, woraufhin sich Kenia gezwungen sah die humanitäre Situation in den Unterkünften zu verbessern.

Alles in allem waren die Stunden der Simulation sehr ereignisreich und voller unerwarteter Wendungen. So gab es militärische Auseinandersetzungen zwischen Eritrea und Äthiopien,  es entstand eine wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Somalia und Kenia, deutsche Touristen wurden gekidnappt und ein Flugzeugattentat auf Nairobi verhindert.

Gerade wegen der Nähe zur Realität und der spannungsgeladenen Situation konnten sich alle Teilnehmer für das Thema begeistern und wirkten engagiert mit.

Als krönender Abschluss fand am Samstagabend die Verleihung der Awards der besten Delegierten statt.

Bericht: Marisa Gold und Katharina Bella

Weitere Fotos gibt es hier: http://www.facebook.com/media/set/?set=a.380690952018511.92055.264854886935452&type=1

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